TraumArbeit

Segelschiff auf dem Meer vor dem Mond

Traumarbeit ist spannend, überraschend, kostbar und macht uns bewusster! Hier findest du eine kurze und umfassende Einführung dazu. Das Wichtigste in 9 Minuten geschätzter Lesezeit. Um was es geht, woher die Träume kommen, wie damit umgehen und ein praktischer Leitfaden zum alltäglich damit unterwegs sein.
Traumarbeit integriere ich als Werkzeug bei Nachfrage oder aktueller Bedeutung in allen meinen Angeboten. Die untenstehende Einführung gibt dir den Faden in die Hand, um damit unabhängig für dich selbst unterwegs zu sein. Es mag eine überraschende Prise wissen wie mit dabei sein. Viel Freude und spannende Einblicke auf deinem Weg damit!

Von wo kommen Träume?

Offener Meer mit hellem Himmel im Hintergrund

Traumarbeit bedeutet, die Sprache unseres inneren Gegenübers zu lernen. Je nach unserem persönlichen Bezugsrahmen nennen wir unser inneres Gegenüber das Unbewusste, unsere Seele, unseren Engel, unsere Geistführerin oder schlicht das Leben. Wie wir es nennen, ist vor allem wichtig für uns selbst. Für unser inneres Gegenüber figuriert das weit hinten in der Liste. Zuvorderst kommt unsere Entscheidung, bereit zu sein, zu vertrauen und hinzuhören.

Persönlich unterscheide ich zwischen meinem spirituellen Leitungsteam, meiner Seele und dem Leben selbst. Das ist für mich wahrnehm- und somit unterscheidbar. Aber was mich betrifft, stecken diese drei gemeinsam unter einer Decke. Sie sind sich in meiner Begleitung eins. Und die Sprache meiner Träume ist ein Werkzeug aller drei.

Der Verstand ist keine Hilfe

Ein offenes Uhrwerk zeigt maschinelle Zeit

Warum sollten wir diese Sprache lernen? Das ist eine typische Frage für den Teil unseres Verstandes, der die Traumsprache nie verstehen wird. Aber dafür ist dieser Teil ja auch nicht gemacht. Warum-Fragen sind für den linearen und kausalen Verstand, der sich in der Zeit orientiert. Doch Träume sind zeitlos. Da prallen zwei unterschiedlich Welten aufeinander.

Träume sind Schiffe mit kostbarer Fracht auf dem nächtlichen Meer des Bewusstseins. Bewusstsein ist zeitlos und unbegrenzt. Wir sind alle Bewusstsein, das über dieses eine irdische Leben hinausgeht. Und wir sind alle sorgsam begleitet auf dieser Reise, ob wir es realisieren oder nicht. Was uns begleitet, schubst und stösst uns nach Möglichkeit täglich an. Bereit und offen dafür zu sein ist eine Entscheidung. Wir sind für diese Stupser nicht erreichbar, wenn wir wütend, frustriert und untergetaucht im Alltagswahnsinn sind.

Aber die Nacht – wenn es ruhiger wird – bietet Hand für diese Stupser in Form von Träumen. Also fahren diese Stupser als Schiffe mit kostbarer Fracht auf dem nächtlichen Meer des Bewusstseins. Von welcher Küste sie auch kommen, oder wie wir ihren Heimathafen auch nennen, es ist die Fracht, die uns hier interessiert. Sie ist äusserst hilfreich und wertvoll für uns. Das zeigt die Erfahrung.

Praktischer Leitfaden für Traumarbeit

Ein aufgerolltes Tau auf einem Bootsdeck

Es gibt einen Leitfaden, wie wir diese Schiffe in den eigenen Hafen lotsen, da festmachen und die kostbare Fracht bergen. Du lernst, was dabei hilft, aber auch, was die Fracht um ihren einzigartigen Wert bringt. Dieser Leitfaden ist die Essenz aus über 30 Jahren Traumarbeit in diesem Leben und mehr davon in anderen Leben. Die Weisheit der Traumarbeit ist uralt.

Am Anfang der Traumarbeit steht deine Entscheidung, bereit zu sein, die Sprache deiner Träume zu lernen. Dafür bereit zu sein, signalisiert Offenheit und Vertrauen. Das nimmt dein inneres Gegenüber für wahr. Entscheidest du dich, es zu versuchen, wirst du genau das: Du wirst es versuchen. Etwas tun versuchen und bereit sein für etwas ist nicht dasselbe. Gebe deinen Entscheid deinem inneren Gegenüber bekannt. Deinen Entscheid hörbar gesprochen unterstützt dich mit einer spürbar klareren und stärkeren Energie, als wenn du es nur denkst.

Es gibt 3 wichtige Übergange im Prozess der Traumarbeit:

1. Das Schiff in den Hafen lotsen

Ein Leuchturm strahlt in die Nacht hinaus

Lege abends Blatt und Stift erreichbar neben das Bett. Sage dir, dass du deine Träume erinnern wirst. Freu dich darauf, einen Traum geschenkt zu bekommen. Das setzt ein weit sichtbares Leuchtfeuer für die Schiffe der Nacht. Realisierst du einen Traum, erwache sanft mit geschlossenen Augen. Bleib genauso liegen, wie du dich findest. Gib dem Traum Zeit, sich nochmals zu entfalten. Durchwandere ihn wiederholt, um ihn lebendig zu erinnern. Vielleicht braucht es ein wiederholtes Augen öffnen und schliessen, um den Traum ins Wachsein mitzunehmen.

2. Das Schiff festmachen

Ein dickes Tau hält das Schiff am Quai

Öffne die Augen erst dann, wenn du dich bereit zum Aufschreiben fühlst. Schreibe ihn auf, bevor du anderes denkst. Bleib neugierig und beobachtend. Beim Aufschreiben des Traumes kommt oft etwas hinzu. Schaue dabei nur zu. Lass die Wörter fallen, wie sie kommen. Realisiere, welche Verbindungen sich beim Aufschreiben vielleicht neu zeigen. Sie gehören dazu. Schreibe, was du siehst, fühlst, spürst, riechst. Oder zeichne es. Sei mit weitem Blick achtsam, was beim Aufschreiben in dir passiert.

3. Die Fracht bergen

Eine offene Schatzkiste mit geheimnisvollen Licht darin.

Du hast das Schiff in den Hafen gelotst, indem du den Traum ins Wachsein transportiert hast. Mit dem Aufschreiben hast du das Schiff am Steg festgemacht. Und nun? Wie weiter? Die eine oder andere Idee, was der Traum bedeutet oder von was er erzählt, schwant dir vielleicht. Aber wissen tust du es nicht. Du hast die Fracht noch nicht ganz geborgen. Da ist eine Schatzkiste an Bord, noch geschlossen. Bevor du sie öffnest, musst du wissen, dass du sie nur ein einziges Mal zum ersten Mal öffnen kannst. Verpasst du da den Zauber, ist er unrettbar verloren!

Eine Schatzkiste kannst du nur einmal zum ersten Mal öffnen.

Um das Öffnen der Schatzkiste zu verstehen, werfen wir ein Blick auf die Eigenheiten von Träumen. Träume haben viele Ebenen, sie sind komplex. Komplex bedeutet nicht analysierbar. Unser alltäglicher linearer Verstand analysiert, das ist gut für vieles, aber ganz sicher nicht für Träume integrieren. Träume sprechen die Sprache des Herzens, des Gefühls und des Erlebens. Auf diese Spur führt folgende hilfreiche Frage in der Traumarbeit:

„Was macht es mit dir?“

Deine Traumbilder können komplett unabhängig von deinem Erleben sein. Du kannst Bilder von Krieg haben und erlebst dich dabei lachend und glücklich durch die Szene gehen. Oder du hast ein Bild von einem ruhenden Dackel, das in dir grösste Panik hervorruft. Alles ist möglich. Schlüssel sind nicht die Kriegsszene oder der Dackel, sondern das, was es mit dir macht.

In der aktuellen Zeitqualität lernen wir, dass wir energetische und multidimensionale Wesen sind. Das nehmen wir über Gefühle und Körperempfindungen wahr. Unser analytischer Verstand hat keinen Zugang zu diesen Wesensteilen. „Was macht es mit dir?“ fragt nach deinem Erleben, deinen Gefühlen und Körperempfindungen. Einordnen kommt später. Zu früh einordnen wollen unterbricht den Fluss deines Erlebens, deiner Gefühle und Empfindungen.

Unterbrichst du diesen Fluss beim ersten Öffnen der Schatzkiste, verflüchtigt sich der Zauber, der Duft und die daraus entstehenden inneren Anstösse unbemerkt. Das Öffnen der Schatzkiste ist der Augenblick, wenn du deinen Traum das erste Mal jemanden erzählst. Da passiert das Wesentliche. Schon beim zweiten Mal erzählen kannst du den Zauber bestenfalls noch erinnern, und auch nur dann, wenn du ihn beim ersten Mal erlebt hast.

Träume sind heilig

Ein griechischer Tempel  mit drei Säulen in Lindos/Rhodos

Sie machen uns ganzer. Einen Traum erzählen und erzählt bekommen ist ein grosses Geschenk. Da schafft man Raum dafür und hält den Raum. Darin findet der Fluss des Erlebens, der Gefühle und Empfindungen statt. Der einordnende Verstand hat hier nichts verloren. Weder im Erzählen noch im Zuhören. Er unterbricht den Fluss. Und verscheucht so den Zauber, weil er keinen Zugang dazu hat.

Wir sind weit mehr als unser Verstand. Wir sind Bewusstsein. Der Verstand ist kein Bewusstsein, sondern ein Werkzeug davon. Dieses Werkzeug lernen wir seit Anfang unseres Lebens zu gebrauchen und geben es am Ende wieder ab. Träume sind eine Sprache unserer inneren Gegenüber, die ebenfalls Bewusstsein sind. Das erfahren, erleben und erfühlen wir. Der denkende Verstand steht hier quer in der Landschaft.

Raum schaffen und halten im Zuhören

Ein leerer runder Raum mit Lichteinfall durchs Fenster

Eine praktische Anleitung, sowohl fürs Zuhören wie Erzählen: Du atmest, spürst deinen Körper und achtest darauf, was im Raum passiert. Du bist vor allem Zeuge dessen, was geschieht. Deinen alltäglichen Verstand mit seinen Ideen und Meinungen lässt du da, wo er ist. Wo im erzählten Traum berührt es dich? Was springt dich an? Was macht es mit dir? Du hörst nur zu und beobachtest dich, dein Gegenüber und das rundum. Manchmal blitzt die Sonne durchs Fenster, eine Polizeisirene heult oder der Presslufthammer nebenan verstummt. Vielleicht kommen Bilder, Gefühle oder Körperempfindungen. Nur weiter Zeuge sein, bis dein Gegenüber den Traum erzählt hat. Und auch dann weiter den Raum halten. Bis dein Gegenüber bereit ist und etwas fragt. Dann zuhören, dem Gegenüber und dir selber. Stelle zur Verfügung, was es mit dir macht. Stelle die Fragen, die sich ganz natürlich aus dir ergeben.

Sei da, mit dem, was ist. Sei einfach.

Ausblick

Zugegebenermassen gibt es nicht viele Menschen, die auf Anhieb Raum schaffen und halten können. Aber es ist definitiv gut lernbar und ein grossartiges Geschenk für dich selbst und rundum! Träume teilen wollen kann ein Anstoss dazu sein. Träume teilen braucht diesen Raum und hilft ihn gleichzeitig auch schaffen! Experimentiere, was hilft und was hilft nicht? Mit wem fühlt es sich gut an? Wo nicht? Traue deinem Erleben!

Es macht keinen Sinn, deine Schatzkisten vor die Schweine zu werfen.

Weil du so nie an deine Perlen kommst.

Nachwort zum rund machen

Ein angelegtes Schiff an Wellenbrecher im Sonnenuntergang

Traue deinen Eingebungen. Was es mit dir macht ist wesentlicher als eine Deutung im Denken. Spiele mit dem Traum. Verknüpfe deine Einfälle. Erprobe andere Verläufe. Erlerne die Sprache deines Heimathafens und seiner einlaufenden Schiffe. Sie ist einzigartig. Manchmal hat ein leckes Ruderboot in einer notdürftig genagelten Kiste die Bibliothek von Alexandria an Bord. Alles ist möglich.

Mit Erfahrung wirst du sicherer im Umgang mit Träumen. Nicht alle Träume sind gleich wichtig. Es braucht Zeit, die Sprache zu lernen. Bleibe locker mit allem, was noch unverständlich bleibt. Freue dich über alles Verstandene. Sende deine Fragen aufs Meer hinaus, das nächste Schiff kommt bestimmt. Pflege deinen Hafen für alle ankommenden Frachter, Boote und Jachten. Entladene Kisten ergeben mitunter erst später Sinn.

Ein grosser Hafen im Sonnenuntergang

Allen Hafenstädten dieser Welt ist gemeinsam, dass sie am Meer liegen. Aber jede Stadt hat ihren Hafen am grossen Wasser auf ihre einmalige Weise entwickelt. Folge diesen Spuren. Geniesse die Reise dahin und verpasse dabei nicht, die Meeresbrise zu riechen! Die Arbeit am Hafenkai der Träume bereichert das Leben.

Bildquellen: Dank an Олександр К, Spenser Sembrat, Tama66, WikimediaImages und Nikita Nikitin

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